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Screening
AT 1994 | 100 Minutes
by ██████ █████████
with ██████ ███████ and ████████ █████
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Die Alpenrepublik. Der Ruf als reichhaltige Kulturnation eilt ihr voraus. Doch in filmischer Hinsicht fliegen hierzulande viele tolle Arbeiten oftmals unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit und kommen nur vereinzelt zur Aufführung in unseren Kinosälen, obwohl es viele Schätze zu entdecken gäbe. Modus Lei(n)wand möchte das ändern und bietet dem österreichischen Film die Aufmerksamkeit, die er verdient. Die titelgebende Formulierung „leiwand“ steht dabei passenderweise im Österreichischen für Ausdrücke wie „großartig“ und „super“.
Mit einem möglichst breiten Spektrum unterschiedlicher Erzählansätze zeichnet die Filmreihe ein schärferes Bild unseres unmittelbaren Nachbarlandes, fernab vermeintlicher Klischees und bietet auf diese Weise Potenzial für echten kulturellen Austausch. Denn obwohl sich Österreich und Deutschland grundlegend dieselbe Sprache teilen, sind vielen die filmische Erzählweise, der oftmals tiefschwarze Humor sowie die gesellschaftlichen Eigenheiten des Landes großteils unbekannt.
Bei dieser von tiefschwarzem Humor geprägten Komödie handelt es sich um einen waschechten österreichischen Kultklassiker! Im Zentrum steht ein mehr als chaotisches Wochenende einer Familie im Wiener Gemeindebau der 90er Jahre. Das Leben der vermeintlichen Bilderbuchfamilie gerät dabei auf obskure Art und Weise zunehmend außer Kontrolle: heimliche Affären, innerfamiliäre Spannungen und gefährliche Geschenke verwandeln die beschauliche Idylle rasch in ein turbulentes Desaster.
Der Film entlarvt die Fassade der Spießbürgerlichkeit und präsentiert die dahinterliegende Fratze. Was als bissige Familiensatire beginnt, gipfelt in einem völlig unerwarteten Finale, das man in dieser Form alles andere als kommen sieht. Wer also für Absurditäten der Extraklasse zu haben ist, kommt an diesem makabren Stück österreichischer Filmgeschichte definitiv nicht vorbei.